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Artemisia annua (Beifuß)

Artemisia Annua (Einjähriger Beifuß)

Artemisia Annua („Einjähriger Beifuß“) ist eine Pflanzenart der Gattung Artemisia, die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae, früher Compositae) gehört. Wie der Name bereits vermuten lässt, ist die Pflanze einjährig („annua“ = lateinisch „Jahr“). Die Pflanze wird zwischen 50 und 150 Zentimetern hoch und hat einen stark aromatischen Duft. Der einjährige Beifuß hat einen kahlen Stängel und fein gefächerte Laubblätter. Der Blütenstand der Pflanze ist in gelben körbchenförmigen Rispen angeordnet.
 

Vorkommen

Artemisia Annua ist ursprünglich in Europa und Asien heimisch, ist heute aber viel weiter verbreitet. Das Verbreitungsgebiet der Pflanze erstreckt sich heute von Süd- und Mitteleuropa bis über Indien und Irak bis weit nach China. Ein Vorkommen in Südtirol, Österreich und Liechtenstein ist selten geworden und auch in Deutschland ist die Pflanze nur noch entlang der Elbe verbreitet. 
 

Nutzung als Heilpflanze 

In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Pflanze als Artemisiatee oder Tinktur gegen Erkältungen und Fieber eingesetzt. Weiterhin soll die Pflanze auch gut gegen Blähungen und Menstruationsbeschwerden helfen. Am vielversprechendsten ist der einjährige Beifuß aber sicher im Kampf gegen Malaria. Die Stoffe in der Pflanze werden dagegen seit Langem nicht nur in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt, sondern auch wissenschaftlich untersucht und nutzbar gemacht. Aufschlussreiche Hinweise liegen auch im Bereich der Tumorbehandlung vor, wobei die Studienlage nach Meinung der Experten noch nicht ausreicht, um Artemisia Annua außerhalb von klinischen Studien einzusetzen. Eine abschließende Beurteilung bleibt abzuwarten, doch erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Pflanze wachstumshemmend auf verschiedene Tumorzellen wirkt. Die Pflanze wird in der Naturheilkunde erfolgreich bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt und wird in ihrer Ganzheit und mit dem vollen Rohstoff geschätzt. Die Verwendung der ganzen Heilpflanze sorgt dafür, dass ihre Wirkstoffe auf besondere und komplexe Weise zusammen arbeiten. Die Verwendung der gesamten Pflanze ist eben mehr als die Summe ihrer Teile. In der Forschung nimmt die Pflanze jedoch zurzeit auch einen bedeutenden Platz ein, wobei ein Wirkstoff in Artemisia besonders wirksam zu sein scheint. 
 

Die Wunderpflanze gegen Malaria 

Die Heilpflanze gilt als eine aufregende pharmakologische Entdeckung. Die Pflanze enthält das sogenannte Artemesinin, das im Jahr 1971 zum ersten Mal aus der Pflanze isoliert wurde. Aus dem Stoff wird ein Derivat hergestellt, das Artemether genannt wird. Auf genau diesem beruht das aktuell von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Medikament gegen Malaria tropica, das aus einem Kombinationspräparat aus Lumefantrin und Artemether besteht. Das Kombinationspräparat namens ACT wird von dem Hersteller Novartis unter dem Handelsnamen Coartem oder Riamet vertrieben. Bisher wird das Präparat nur für die notfallmäßige Selbstbehandlung der Malaria empfohlen, nicht zur Prophylaxe. Das Medikament ist auch wirksam gegen mehrfachresistente Formen der Infektionskrankheit. 
 

Wirkt die Pflanze sogar besser als das Medikament?

Für die Herstellung eines Medikaments gegen Malaria muss dessen Wirkstoff aufwendig aus der Pflanze isoliert werden. Doch eine Studie aus den USA, die an Mäusen durchgeführt wurde, zeigte, dass sogar die zermahlenen Blätter der Pflanze die Malariaerreger abtöten, möglicherweise sogar besser als das Medikament selbst. Falls dies in Zukunft von weiteren Studien bestätigt werden sollte, könnte dies sich sehr positiv auf die Kosten der Behandlung von Malaria auswirken und Entwicklungsländern aufgrund der hohen Nachfrage von Artemisia sogar eine ökonomische Perspektive bieten. 
 

Hunderttausende Malaria-Tote pro Jahr

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben im Jahr 2009 mindestens 800000 Menschen an Malaria, viele Millionen Menschen sind weltweit mit Malariaerregern der Gattung Plasmodium infiziert. Die Behandlung beruht in weiten Teilen auf Medikamenten, die in einem aufwendigen Prozess aus dem einjährigen Beifuß gewonnen werden. Diese Medikamente sind häufig zu teuer, um sie ausreichend in Entwicklungsländern einsetzen zu können. Gerade deshalb versuchen Forscher, herauszufinden, wie gut die Pflanze in natürlicher Form gegen Malaria helfen kann. Eine Untersuchung an Mäusen, die mit dem Erreger Plasmodium chabaudi infiziert waren, sollte in dieser Hinsicht Klarheit schaffen. Sie wurden mit reinem Artemesinin oder mit den zermahlenen getrockneten Blättern der Pflanze behandelt. Nach der Einnahme töteten die zermahlenen Blätter tatsächlich deutlich mehr Parasiten als der reine Wirkstoff, obwohl der Wirkstoffgehalt bei beiden Gruppen gleich war. 
 

Mehr Wirkstoff im Blut

Die Forscher stellten fest, dass nach Gabe der Blätter im Blut der Mäuse wesentlich mehr (tatsächlich ungefähr 40 Mal mehr) Artemesinin zirkulierte als nach Gabe des reinen Wirkstoffs. Des Weiteren wiesen die Forscher darauf hin, dass die Blätter noch eine große Zahl an weiteren Stoffen enthalten, die gegen Malaria helfen könnten, auch, wenn ihre Wirkung etwas schwächer ist. Es wird angenommen, dass aus der Pflanze noch mindestens sechs Flavonoide gegen Malaria wirksam sind, indem sie zusammen mit dem anderen Stoff wirken. Wahrscheinlich verstärken sich die Stoffe gegenseitig. Besonders interessant sind diese Erkenntnisse, da zermahlene Blätter der Artemesia-Pflanze so viel kostengünstiger zu bekommen sind als Medikamente und im besten Fall sogar in betroffenen Gebieten angebaut werden könnte und als Artemisiatee konsumiert werden könnte. Zusätzlich könnten Anbau, Ernte und Verpackung der Pflanze in Entwicklungsländern eine Perspektive darstellen und sogar die Wirtschaft anregen. Da Malaria eine sehr weit verbreitete Krankheit ist und auf der ganzen Welt Fälle auftreten, könnte die Pflanze eine echte Chance sein.

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